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Never again! Gegen autoritäre und faschistische Tendenzen 2025

80 Jahre Befreiung vom Faschismus?

Die Veranstaltungsreihe nimmt den 80. Jahrestag der Befreiung zum Anlass, um sich kritisch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und Kontinuitäten offenzulegen. Dafür haben wir ein vielfältiges Programm aufgestellt, um uns gemeinsam verschiedenen Aspekten des Themas anzunähern.

Lasst uns gemeinsam erinnern, aufklären und handeln: Never again!

Gedenkveranstaltung am 23.04.2025 um 20 Uhr an der Kreuzung Theresienstraße/Große Klingergasse.

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages Yom Hashoah veranstaltet das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Passau gemeinsam mit dem AStA/Sprecher:innen-Rat der Universität Passau eine Gedenkkundgebung. Wir laden ein, an dem Tag gemeinsam den Opfern der Shoa zu gedenken und jüdischen Widerstand zu ehren.

Nach einer gemeinsamen Gedenkkundgebung (Kreuzung Theresienstraße/Große Klingergasse) werden wir gemeinsam zum Holocaust-Mahnmal ziehen, um dort still zu gedenken und Kerzen abzustellen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Passau statt.

Bei der Veranstaltung bekommt ihr die Chance der bewegenden Geschichte einer Holocaust-Überlebenden zuzuhören und ihr Fragen stellen zu können.

Theresia Rosendahl wurde 1943 in einem polnischen Ghetto geboren und als Kleinkind von katholischen Schwestern vor den Deutschen versteckt. Ihr Vater und ihre Großeltern wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Gemeinsam mit ihrer Mutter kam sie nach Regensburg und lebt heute in München.

In einer Zeit, in der viele Zeitzeug:innen versterben, ist es unglaublich wichtig Zeitzeug:innen zu treffen und ihre Geschichten zu hören. Auf diese Weise können wir ihre Erinnerung lebendig halten.

Ein Vortrag von Tom Khaled Würdemann am 24.04.2025 um 20 Uhr im Hörsaal 1 (PHIL).

Dieser Vortrag mit Diskussion beschäftigt sich mit der palästinensischen Identität und dem Land Palästina aus historischer Perspektive. Wie ist diese Identität entstanden und was ist ihre Beziehung zum Zionismus? Wie entstand aus palästinensischer Identität der palästinensische Nationalismus? Was ist die Rolle von Religionen im palästinensischen Nationalismus? Zum Abschluss wird der Gaza-Krieg seit dem 7. Oktober in die Geschichte des Konflikts eingeordnet. In der Veranstaltung sollen mögliche Zukunftsperspektiven erörtert werden. Der historische und wissenschaftliche Input bietet Grundlage für die Reflexion der eigenen Position und den demokratischen Austausch.

Ein Workshop mit Dr. Kathrin Plank am 02.05.2025 von 16 bis 19 Uhr. Anmeldung unter der Stud.IP-Veranstaltung 80004.

Der Workshop dient als Vorbereitung und Einstimmung für den Besuch der Lern- und Gedenkstätte Schloss Hartheim. Es wird das Vorwissen der Teilnehmer:innen aktiviert und grundlegende Informationen über die ehemalige Tötungsanstalt Schloss Hartheim vermittelt.

Anmeldung unter der Stud.IP-Veranstaltung 80005. Die Teilnahme ist kostenfrei. An- und Abreise erfolgen gemeinsam mit einem Reisebus.

Gemeinsam besuchen wir die Lern- und Gedenkstätte Schloss Hartheim. Nach einer Begleitung durch Ausstellung und Gedenkstätte wird die Einbettung der Tötungsanstalt Hartheim in ihr gesellschaftliches Umfeld näher untersucht: Welche Verbindungen gab es zwischen dem Personal der Tötungsanstalt und den Bewohner*innen des Ortes? Welche Handlungsspielräume gab es? Welche Motive für bestimmte Handlungsweisen lassen sich finden? Ziel ist es, gesellschaftliche Beteiligung und Verantwortung – auch losgelöst von Hartheim, sowie die Handlungsmacht unterschiedlicher Akteur*innen zu erkennen.

Ein Vortrag von Katharina Fuchs von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus am 05.05.2025 um 19 Uhr. Der Vortrag findet im ZaKK (Firmianstraße 10, 94032 Passau) statt.

Die größte Bedrohung für unsere Demokratie ist der Rechtsextremismus, denn die Ideologie der extremen Rechte steht im fundamentalen Widerspruch mit den Werten einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft, wie wir sie uns wünschen. Die extreme Rechte hatte in Deutschland über viele Jahrzehnte keinen starken Einfluss, dies hat sich in den letzten Jahren und mit dem Erstarken der AfD massiv verändert. Inzwischen zeigt sich die extreme Rechte als ausdifferenzierte Szene von Organisationen, Gruppierungen, Thinktanks, Medienprojekten usw. und arbeitet auf vielen verschiedenen Ebenen am Rechtsruck und dessen Normalisierung bis in die Mitte der Gesellschaft.

Auch in Ostbayern sind extrem rechte Akteur:innen und Strukturen aktiv. Sie haben sich inzwischen vor allem um die AfD verfestigt und bilden ein stabiles Netzwerk der extremen Rechten. Dessen Einfluss reicht bis auf die parlamentarische Ebene und prägt unsere Gesellschaft und den Alltag. Wie dieses Netzwerk der extremen Rechten aus Parteien und Vorfeldorganisationen in Passau aussieht, zeigt Katharina Fuchs von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus exemplarisch in einem Vortrag auf.

Ein Vortrag von Rosa Jellinek am 06.05.2025 um 20 Uhr im Hörsaal 1 (PHIL).

Was sagt das Judentum eigentlich zu Homosexualität? Wie geht es jüdischen Menschen in „der“ queeren Szene? Und was hat das mit Intersektionalität zu tun? Diese und weitere Fragen klärt Rosa Jellinek in Ihrem Vortrag „Jüdisch & Queer — (k)ein Widerspruch?“. Dabei erwarten die Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit des Vereins Keshet Deutschland und intersektionalen Aktivismus, in die Vereinbarkeit jüdischen & queeren, Lebens sowie aktuelle Debatten um Antisemitismus und Queerfeindlichkeit.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Unikino Passau am 06.05.2025 um 20 Uhr um Hörsaal 10 (AM) statt. Einlass beginnt um 19:30 Uhr.

Ein Vortrag von Peter Schanzer am 07.05.2025 um 20 Uhr im Hörsaal 3 (PHIL).

Eingebettet in den aktuellen Kontext schleichender Demokratiemüdigkeit, werden mutige Vorkämpfer freiheitlicher Verfassungswerte aus unserer Heimat präsentiert. Es sind kleine überregional-geschichtliche und sozialpsychologische Schlaglichter eingeflochten, die die Hintergründe und Bezüge der lokalen Vorgänge erhellen. Frei zugängliches Quellenmaterial zu drei Passauer Widerständlern kann schließlich zur staatsbürgerlichen Erziehung verwendet werden.

Der Rundgang findet am 08.05.2025 von 16 bis 19 Uhr statt. Anmeldung unter der Stud.IP-Veranstaltung 80003, die Teilnahme ist kostenfrei. Universitätsexterne können sich per Mail an asta@uni-passau.de anmelden.

Wir erkunden gemeinsam mit dem Universitätsarchivar Mario Puhane die Spuren der jüdischen Bevölkerung in Passau: Mittelalter in der Altstadt, angeblicher Hostienfrevel und Abriss der Synagoge in der Ilzstadt, Flucht aus Passau, Rückkehr in der jüngsten Neuzeit, jüdische Kaufleute und Warenhäuser sowie Arisierung und Nationalsozialismus sind nur einige Schlaglichter der bewegten Geschichte.

Ein Vortrag von Avin Khodakarim am 08.05.2025 um 20 Uhr im Hörsaal 1 (PHIL).

Die Frauen – Leben – Freiheit-Bewegung ist nicht nur der jüngste Protest im Iran, sondern eine feministische Revolution, die historische Proteste in ihrer Dimension übertrifft. Doch was unterscheidet sie von früheren Aufständen? Warum sprechen wir von einem weltgeschichtlichen Moment? In ihrem Vortrag analysiert Avin Khodakarim die Besonderheiten dieser Revolution, die Vielfalt der Protestformen im Iran und die internationalen Reaktionen – von der deutschen und europäischen Politik bis hin zur globalen feministischen Solidarität. Die Bewegung zeigt, dass der Kampf gegen Autoritarismus und Patriarchat weit über den Iran hinausgeht.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Unikino Passau am 08.05.2025 um 20 Uhr um Hörsaal 10 (AM) statt. Einlass beginnt um 19:30 Uhr.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit Zukunft: Karriere und Kompetenzen statt. Eine Anmeldung ist über die Stud.IP-Veranstaltung mit der Nummer 63034 möglich.

Der Workshop wird von Eva Gruberová, Projektmitarbeiterin von RIAS Bayern, angeleitet.

Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 erlebt Deutschland eine erschreckende Welle des Judenhasses, die sich auch in den Zahlen der von RIAS Bayern dokumentierten Vorfälle niederschlägt. Auf den Straßen wird antiisraelischer Terror verherrlicht, im Netz kursieren Erzählungen von der angeblichen jüdischen Weltherrschaft, jüdische Wohnhäuser werden markiert, Israel pauschal dämonisiert. Gewalt gegen Jüdinnen und Juden nimmt zu, während die Solidarität mit den Betroffenen bröckelt. Auch Hochschulen werden zunehmend zu Hotspots von antiisraelischem Aktivismus. Wie geht man damit um, welche Strategien haben sich bewährt?

In dem Workshop setzen wir uns mit der Geschichte, der Kontinuität, den Motiven und der Wirkung von Antisemitismus auseinander und lernen, ihn in seinen vielfältigen Facetten und Codierungen zu erkennen. Gemeinsam diskutieren und üben wir den konkreten Umgang mit antisemitischen Aussagen. Die Reflexion eigener Denkmuster und die Sensibilisierung für vielfältige jüdische Perspektiven sollen dabei die eigene antisemitismuskritische Haltung aktivieren und bestärken.

Ein Vortrag von Dastan Jasim am 13.05.2025 um 20 Uhr im Hörsaal 1 (PHIL).

Spätestens seit dem 7. Oktober blicken viele aus verschiedenen linken und progressiven Szenen mit Schrecken darauf unter welchen Umständen Islamisten verharmlost, legitimiert und sogar unterstützt werden. Dabei werden gerne Begriffe wie Islamismus verwässert und gar so getan, als ob das gemeinsame Werk von Linken und Islamisten möglich sei. In diesem Vortrag klärt Dastan Jasim grundsätzliche Begrifflichkeiten zum Thema Islamismus auf, gibt einen historischen Kontext und zeigt am Beispiel Kurdistans wie der Kampf gegen Islamismus zentral für die Sache von Linken war und ist.

Lesung und Büchertausch auf Spendenbasis am 14.05.2025 von 14 bis 17 Uhr. Eine Veranstaltung mit Book Aid Passau.

Gemeinsam werden wir an der Universität Passau aus verbrannten Büchern lesen. Dafür haben sich Studierende Texte und Buchausschnitte ausgesucht, die sie vortragen werden, um an die Bücherverbrennungen von 1933 zu erinnern. Damals hatten die Nationalsozialist:innen, vor allem Studierende, sogenannte “undeutsche” Bücher vernichtet.

Der Passauer Verein BookAid wird vor Ort Bücher, die auf den sogenannten “Schwarzen Listen” standen oder einen thematischen Bezug haben, auf Spendenbasis anbieten.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit Zukunft: Karriere und Kompetenzen statt. Eine Anmeldung ist über die Stud.IP-Veranstaltung mit der Nummer 63036 möglich.

Der Workshop wird von Ronja Schonscheck, wissenschaftliche Referentin der WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen e.V., angeleitet.

Antisemitismus ist mehr als Judenfeindschaft und somit auch mehr als eine Bedrohung „nur“ für Jüdinnen und Juden. Er ist auch eine Bedrohung für die Demokratie. Dabei liegt es an der Spezifik des Antisemitismus als Welterklärungsideologie, dass er in den unterschiedlichsten politischen Lagern anzutreffen ist. Denn Antisemitismus ist kein Extremismus, vielmehr dient er als Bindeideologie, die es vermag, politische Strömung zusammenzubringen, die auf den ersten Blick kaum etwas gemeinsam haben – er ist Teil unterschiedlichster politischer Haltungen und Verortungen. Ohne an sich Extremismus zu sein, kann aber als Brücke in den Extremismus in dem Sinn gelten, dass das Weltbild betreffender Personen zunehmend geschlossen antisemitisch wird und sich daran Gewalt- und Vernichtungsphantasien – oder -taten – anschließen. Warum ein geschlossen antisemitisches Weltbild eine solche Bedrohung für andere – allen voran Jüdinnen und Juden – darstellt, wird im Seminar durch eine Auseinandersetzung mit historischen Wurzeln des Antisemitismus, mit seinen gegenwärtigen Erscheinungsformen und mit dem verschwörungsideologischen Gehalt dieser Ideologie herausgearbeitet. Das Seminar beinhaltet eine Auseinandersetzung mit Handlungsmöglichkeiten im privaten und/oder (zukünftigen) beruflichen Alltag der Teilnehmenden.

Um Unterstützung möchten wir uns beim fzs, dem AStA der Goehte-Universität Frankfurt sowie dem Verein der Freunde und Förderer der Universität Passau bedanken.

Hier werden wir in Kürze unsere Veranstaltungsplakate hinterlegen.

Kontakt

E-Mail: asta@uni-passau.de
Anschrift: Zimmer M164 (Mensagebäude), Innstraße 29, 94032 Passau

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