Prof. Urhahne (Jahrgang 1966) forscht zu Lernmotivation und Lernleistung, der Urteilsgenauigkeit von Lehrkräften sowie dem webbasierten Lehren und Lernen. In Passau ist er zuständig für die Psychologie-Ausbildung der Lehramtsstudierenden. „Die Bedeutung des Lehrers für das Lernen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es gibt stärkere Unterschiede zwischen Lehrern als zwischen Schulen. Von daher“, erklärt er, „sollten sich Eltern mehr dafür interessieren, von welchem Lehrer ihr Kind unterrichtet wird als an welche Schule es geht.“
Detlef Urhahne studierte Betriebswirtschaftslehre und Psychologie an der Universität Bielefeld. 2001 wurde er an der Universität Kiel mit Auszeichnung promoviert. Nach acht Jahren als Wissenschaftlicher Assistent an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und einem Forschungsaufenthalt in der Abteilung „Curriculum, Teaching and Learning“ des Ontario Institute for Science in Education an der Universität Toronto (Kanada) habilitierte Detlef Urhahne sich 2008 an der LMU.
Er blieb der LMU bis 2011 als Vertretungsprofessor und Direktor des internationalen Studiengangs Psychology of Excellence in Business and Education verbunden; danach wechselte er als Vertretungsprofessor (W3) im Arbeitsbereich Pädagogische Psychologie an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zwischen 2009 und 2012 führten ihn zudem mehrere Forschungsaufenthalte nach China in die Abteilung für Psychologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking.