Das neue Forschungs- und Reflexionslabor für Demokratiebildung, das im Oktober 2025 offiziell eröffnet wurde, lädt Besucherinnen und Besucher am Samstag, 21. März, auf dem Studieninfotag der Universität Passau dazu ein, gemeinsam über die Bedeutung offener Gesellschaften ins Gespräch zu kommen. Das Labor ist als interdisziplinäre wissenschaftliche Einrichtung der Universität Passau in den Bereichen Forschung, Lehre und Transfer tätig und entwickelt insbesondere für künftige Lehrkräfte Angebote der politischen Bildung zur Stärkung einer offenen und liberalen Demokratie. Zudem schafft das Labor Bildungsangebote für die Öffentlichkeit.
Im Rahmen des ersten deutschen Tags der Demokratiegeschichte gibt die Historikerin und Geschäftsführerin des Demokratielabors Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein Einblicke in aktuelle Projekte des Labors zur historisch-politischen Bildung, darunter auch ein Oral-History-Projekt.
In diesem Projekt werden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Passau zu Diktaturerfahrungen in der DDR befragt. Die Videoaufzeichnungen werden für digitale Lehr-/Lernmodule aufbereitet und bieten fachübergreifend einen didaktisch operationalisierten Zugang zu zentralen Reflexionskategorien von Demokratiebildung sowie möglichen Vermittlungsstrategien: Freiheit und Unfreiheit in politischen Systemen, Menschenrechte, politisches Handeln und Resistenz. So waren am 17. März 2026 Bernd und Dr. Elke Dämmrich zu Gast, die im Oktober 1977 bei einem Fluchtversuch aus der DDR verhaftet und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren. Das Projekt ist eine Kooperation des Labors für Demokratiebildung und den Professuren für Politische Bildung (Prof. Inken Heldt) und Historische Bildung (Prof. Jessica Kreutz). Weitere Infos: https://www.sobi.uni-passau.de/politische-bildung/labor-demokratiebildung/aktuelles-1
Termin der Veranstaltung im Rahmen des Studieninfotags:
21.3.2026, 10-13 Uhr, Zentrum für Medien und Kommunikation (ZMK) am Stand „Politik und Gesellschaft" (Raum 004, Innstr. 33a)